Mit der FWM in eine umweltfreundliche Zukunft blicken.

Die Freien Wähler Mayen besichtigten Biotankstelle.

Mayen. Erneuerbare Energien sind ein starkes Thema der FWM. Nach dem Ausstieg aus der Kernenergie zählen sie nach unserer Meinung zu einer der entscheidenden Wirtschaftsfaktoren von Morgen, denen auch wir uns nicht länger verschließen können. Den mutigen Schritt eines Mayener Bürgers, der in unserer Stadt die erste Biotankstelle eröffnet hat, nahmen wir zum Anlass einen Rundgang durch unsere Region zu starten, um aufzuzeigen welche Chancen und Möglichkeiten uns " erneuerbare Energien" bieten. Geplant sind unter anderem Besichtigungen von Windkraftanlagen, Solaranlagen und der Mülldeponie Eiterköpfe in Ochtendung, wo ähnlich wie in Mayen, aus der Deponie austretendes Methangas aufgefangen und zur Energieerzeugung weiter verwendet wird.

Gestartet haben wir unsere Exkursion, hier in Mayen an der "Biotankstelle" von Herrn Karl Düngenheim. Erst seit ein paar Wochen gibt es diese beispielhafte Tankstelle mit der ihr Besitzer ganz neue Wege beschreitet. Autofahren mit reinem Rapsöl, umweltfreundliche Energie aus einheimischer Produktion. Eine innovativ verwirklichte Idee, von der nicht nur wir begeistert waren.

Noch gibt es nur wenige umgerüstete Fahrzeuge, doch zurück gehende Ressourcen und steigende Preise für Kraftstoffe aus Mineralölen die dem Rapsöl künftig eine verstärkte Nachfrage bescheren dürften.

Faszinierend ist auch ein ökologischer Aspekt, der bei dieser Art der alternativen Energiegewinnung nicht außer Acht gelassen werden darf. Bei der Ölgewinnung entstehen keinerlei "Abfallprodukte", im Gegenteil, der als Nebenprodukt anfallende Presskuchen ist ein wertvolles, eiweißhaltiges Tierfutter für unsere heimischen Milchkühe und damit ein idealer Ersatz für das zu Recht umstrittene Tiermehl.

Das Produktionsverfahren



Wenn der gelbe Raps auf den Felder verblüht ist sind es nur wenige Wochen, bis das der ölreiche Samen geerntet und in Silos gelagert werden kann.



Anschließend wird der Rapssamen in der Rapsölmühle zerkleinert und ausgepresst (Kaltpressverfahren).

Links: FWM Mitglied W. Ganster im Gespräch mit (Mitte) Ölmühlenbesitzer Karl Düngenheim, Kuhtrift 3, 56727 Mayen,
(Aktuelle Informationen telefonisch unter 0170 851 4943)



Nachdem die unerwünschte Begleitstoffe durch eine Filterung entfernt wurden, entsteht ein klares, goldgelbes, aromatisches Öl.




Bei der Ölgewinnung entstehen keinerlei "Abfallprodukte", im Gegenteil, der als Nebenprodukt anfallende Presskuchen ist ein wertvolles, eiweißhaltiges Tierfutter für unsere heimischen Milchkühe und damit ein idealer Ersatz für das zu Recht umstrittene Tiermehl.



Ein Hektar Raps ergibt etwa 2000 Liter feinstes Speiseöl und ist wie geschaffen für die kalte und warme Küche.
Gerade die Fettsäurezusammensetzung macht Rapsöl für die Gesundheit sehr wertvoll. Weitere Informationen und Auskünfte gibt es bei der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Mayen, Alte Hohl.



Auf mehreren 1000 Hektar Ackerfläche, die ansonsten im Rahmen der Flächenstilllegung brachliegen würden, kann in unserem Landkreis Raps angebaut werden. Die Produktion und Nutzung, dieser nachwachsenden Rohstoffe, wäre ein ergänzendes Standbein für die Landwirte unserer Region, die Arbeitsplätze erhalten bzw. schaffen würde.





Goldgelbe Rapsfelder anstelle von bedrohlichen Kernkraftwerken - eine Alternative über die es mit Sicherheit lohnt Nachzudenken.

Pressemitteilung Freie Wähler Mayen
Internet 15.Juni 2002